Morgens aufgewacht
Blick aus dem Fenster hinunter in den Garten.
Da stehen sie Giselas Getüme!
Ziegelstelen, sich drehend und windend, von Kindes- bis zur Übermannsgröße.
Dazwischen sich teilweise in Büschen, Stauden versteckend, liegende Säulen! Auch eine Besonderheit von Gisela; nicht himmelwärts sich reckend, aber nicht gefallen! Sondern ruhend auf der Erde.
Dann im Garten wandelnd, sind da plötzlich noch viele kleinere Kuben, Gnome, Pilze, Gesichter, sich räkelnde Etwasse.
Um Bäume schlingen sich in einer nicht vermuteten Bandbreite von Schwarz-, Grau, Rost-, Grün- ach Blautönen, Ketten.
Und da ist auch dieses Weiß, Porzellan, aber nicht dieses hauchdünne Zart chinesischer Teetassen, nein!, massive Platten, aufeinander gestapelt, sich um die eigene Achse nach oben schraubend, sich wölbend, hinauf verjüngend zu kleinen Spitzen, die das Licht so unterschiedlich brechen, Schatten werfen. Und so bleibt weiß eben nicht mehr nur weiß, sondern wird BUNT!
Gerhard Faller-Walzer, Hamburg und Wust, Oktober 2003